Die Zeit bis zur Gründung eines eigenständigen Vereins: 1973-1987

Diese Jahre sind nicht allzu gut dokumentiert. Sicher ist aber, dass die junge Abteilung Judo des TuS einen langsamen, aber stetigen Aufschwung nahm. Längst waren die Mitglieder zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen, die auch außerhalb der Matte einiges unternahm. So beteiligte man sich an Grümpelschießen oder unternahm eine Hüttenfreizeit.

Ein erster richtiger Boom setzte dann mit der Fertigstellung der Hermann-Burte-Halle ein. Schon damals wollten die Judokas neben dem Dienstag (er ist bis heute der Judo-Trainingstag geblieben) auch den Donnerstag als zweiten wöchentlichen Trainigstag zugesprochen bekommen. Der Donnerstag konnte zunächst aber nur sporadisch genutzt werden, da die Fußballer Vorrang hatten.

1977 gehörten bereits 40 Judokas der Abteilung an, und schon damals stellte sich die Frage nach ausreichend Trainingsraum, die sich wie ein “roter Faden” durch die Vereinsgeschichte zieht. Daneben stellte sich aber auch die Mattenfrage: Natürlich reichte die kleine Segeltuch-Matte längst nicht mehr aus, weshalb ein weiterer Mattenkauf angestrebt wurde. Zunächst musste man sich jedoch mit einer Leih-Matte begnügen.

Bereits 1978 suchte man nach Ausweichmöglichkeiten, weshalb Rudi Schmidt, der 1977 zum Abteilungsleiter berufen wurde, die Huttinger Ortsverwaltung anschrieb und an diese die Bitte richtete, zu prüfen, ob die Festhalle zu Trainingszwecken benutzt werden könnte. Vergebens: Der Ortschaftsrat lehnte dies mit dem Hinweis auf den sportuntauglichen Boden ab.

Trotz der steigenden Beliebtheit hielt sich der Etat der Abteilung aber in bescheidenen Grenzen: Der Kassenbericht, den Angelika Fünfschilling im Rahmen der Mitgliederversammlung des Jahres 1978 verlas, listete Einnahmen und Ausgaben in Höhe von rund 2.000 Mark auf. Inzwischen hat sich der Jahresumsatz mehr als verzehnfacht. Die heutigen Haupt-Ausgaben des Vereines, nämlich die Kosten, die mit Wettkampfteilnahmen verbunden sind (Startgebühren, Fahrtkosten, etc.), schlugen sich damals natürlich noch nicht nieder. Dafür war man breitensportlich umso engagierter: 1980 wurden gleich sechs Arbeitsgruppen gegründet, die sich um andere Sportangebote kümmern sollten. Sogar eine Arbeitsgruppe “Fallschirmspringen” wurde ins Leben gerufen.

1985 wurde von der Gemeinde das Kinderferienprogramm ins Leben gerufen. Auch die Judo-Abteilung beteiligte sich daran, und bis heute ist der Judo-Club wieder jeden Sommer auf's neue mit seiner Ferienspaß-Aktion Spielerisches Kennenlernen des Judo-Sportes mit anschließendem Stockbrotgrillen an den Isteiner Schwellen mit von der Partie. Diese Aktion der Judokas erfreute sich dabei stets großer Beliebtheit - mit bis zu 50 Kindern. Viele der jetzigen Jugendlichen des Vereins kamen über das Kinderferienprogramm zum Judo-Sport.

Welche Personen in dieser Zeit welche Funktionen ausübten, lässt sich nicht mehr lückenlos nachvollziehen. Keine Unklarheiten bestehen hinsichtlich des Abteilungsleiter-Postens. Nach Kurt Kramer in den ersten beiden Jahren übernahm Falko Stiller 1972 und 1973 diese Funktion. Es folgten Helga Krumm (1974) und Gerd Jäger (1975-1976). 1977 dann übernahm Rudi Schmidt die Verantwortung, die er bis 2007 ununterbrochen inne hatte. Er prägte den Verein wie kein anderer, an allen wichtigen Schritten und Neuerungen war er maßgeblich beteiligt.

Das Amt des zweiten Abteilungsleiters übten in dieser Zeit Helga Krumm, Ottmar Wengert, Evelyne Rey und Réné Haude aus. Erste Kassiererin war Elly Makrutzki, spätere Brodhag, die bis 1977 die Kasse führte, bevor sie dann von Angelika Fünfschilling abgelöst wurde, die bis 1987 amtierte.

Schriftführerinnen waren in den Anfangsjahren Rita Dörflinger und Gisela Huber, 1976 folgte auf sie Elke Laier, bevor Trainerin und Mitbegründerin Christa Gran 1978 diese Tätigkeit mit übernahm.

Trainer waren von Beginn an Falko Stiller und Christa Gran. Ein Mann mit großen Verdiensten ist auch Werner Mutterer, der das Amt des Jugendleiters mit Ausnahme von zwei Jahren betreute und außerdem wie auch Rudi Schmidt als Jugendtrainer fungierte.