Jennifer überzeugt beim Messe-Cup

Ein erlebnisreiches Wochenende in Erfurt.

 

Ein strapaziöses Wochenende stand für Jennifer Piper vom 5. bis zum 7. Mai an. Sie war vom Trainer des U16-Kaders der Arge Baden_Württemberg, Rok Kosir, für den Messe-Cup in Erfurt nominiert worden, der eines der größten und am stärksten besetzten Jugendturniere in Deutschland darstellt. Die Reise begann für Jennifer am Freitag, 5. Mai, um 9 Uhr: Allein fuhr sie mit dem Zug nach Karlsruhe, wobei sie ab Freiburg Gesellschaft von den Spittler-Zwillingen erhielt. Von Karlsruhe aus fuhr der gesamte Kader dann gemeinsam mit dem Bus Richtung Erfurt. Viele Staus unterwegs sorgten dafür, dass die Baden-Württembergischen Mädchen sehr spät in Erfurt ankamen, weshalb das eigentlich für den Abend noch angesetzte Training ausfallen musste. Früh ging es dann am Samstag in die Halle, wo der Lärmpegel sehr hoch war und ein kaum  überschaubares Gewusel von Judoka, Betreuern und Trainern herrschte. Am Start waren nicht nur deutsche Judoka aus allen Landesverbänden, sondern auch Athletinnen aus anderen Nationen. Das sorgte für enorm große Teilnehmerfelder. In Jennifers Gewichtsklasse bis 52 Kilo waren sogar die meisten Mädchen am Start. Nicht weniger als 51 Namen standen auf der Wettkampfliste, was bedeutete, dass nach dem sogenannten „Brasilianischen System“ gekämpft wurde. Das heißt, dass nur diejenigen Verliererinnen in die Trostrunde kommen, die gegen eine der vier Halbfinalistinnen (also gegen eine Poolsiegerin) den Kürzeren gezogen hatten. Jennifer hatte Pech bei der Auslosung und bekam es gleich in der ersten Runde mit der starken Julie Zarybnicka vom Nationalkader Tschechiens zu tun. Sie hielt voll dagegen und konnte den Kampf lange Zeit ausgeglichen gestalten. 15 Sekunden vor Kampfende musste Jennifer jedoch einen Ippon gegen sich hinnehmen, so dass der Auftaktkampf verlorenging. Dennoch erhielt Jennifer von Landestrainer Rok Kosir viel Lob für ihren Auftritt. Im nächsten Kampf sollte sie noch etwas offensiver und forscher zur Sache gehen und auch noch mehr Risiko wagen, lautete seine Vorgabe. Doch einen nächsten Kampf gab es nicht mehr. Denn Julie Zarybnicka scheiterte im Kampf um den Einzug ins Halbfinale an der späteren Siegerin Samira Bock aus Bayern, so dass anstelle von Jennifer die Tschechin ins Feld der Trostrunde kam. Die Atmosphäre bei einem so großen Turnier, die Erkenntnisse aus dem Wettkampf und das Gemeinschaftserlebnis, das die Mädchen des Baden-Württemberg-Kaders zusammenschweißte, brachte Jennifer aber auf jeden Fall in ihrer Entwicklung voran. Am Sonntag gab es dann noch ein gemeinsames Training in Jena, das eigentlich der Juniorenbundestrainer hätte halten sollen, der aber kurzfristig verhindert war, so dass andere Trainer einsprangen. Nach diesem Abschlusstraining ging es wieder gemeinsam zurück nach Karlsruhe, von wo es für Jennifer weiter nach Efringen-Kirchen ging, wo sie am Sonntag um 21 Uhr eintraf. Damit ging ein stressiges, aber erlebnisreiches Judowochenende zu Ende.

Messe-Cup U16 am 6. Mai 2017 in Erfurt:

Jennifer Piper (-52): Ausgeschieden nach einer Niederlage