Klein, kompakt und hochklassig

Trotz weniger Teilnehmen kam es an unseren Vereinsmeisterschaften zu spannenden Kämpfen.

 

Die Teilnehmerfelder wie vor Jahren, als die Vereinsmeistertitel sogar auf zwei Matten parallel ausgekämpft werden mussten, bekommen wir leider nicht mehr zusammen. Tolles Judo ist für Eltern und Fans aber dennoch zu sehen. Das zeigte die diesjährige Veranstaltung am 20. November in der Mehrzweckhalle wieder einmal eindrucksvoll, bei der 35 Judoka – vom kleinen Weißgurt bis zum erfahrenen Danträger – auf die Matte gingen. Etliche Gruppen wiesen große Alters-, Gürtelfarben- oder Altersspannen auf, was der rückläufigen Zahl der Starter geschuldet ist, was aber andererseits auch zu reizvollen Duellen führte.  Bis auf ein paar Ausnahmen kämpften die Anfänger wieder sehr engagiert, aber ohne Druck in eigenen Gruppen und erhielten am Ende auch alle eine Medaille als Erinnerung an ihr allererstes Turnier, die natürlich strahlend in Empfang genommen wurde. Einige vielversprechende Talente, die noch den Weißgurt tragen, ließen mit tollem Kampfgeist bereits in den Wettkampfgruppen aufhorchen, etwa Justin Förster mit Rang zwei oder Sebastian Kromer, der gegen die erfahrene Wettkämpfer Luca Schwiening und Florian Sigmund antrat und ihnen Einiges abverlangte. Letztendlich setzte sich Florian gegen Luca durch. Nicht nur in dieser Gruppe bekamen die Zuschauer mit Luca einen amtierenden Badischen Meister zu sehen, auch bei den Mädchen ging mit Jennifer Piper eine Kämpferin auf die Matte, die in ihrer Gewichtsklasse die Nummer eins in Baden ist. Wie enorm gerade bei unseren U15-Mädchen, die fast alle in ihren Kategorien zur Badischen Spitze gehören, die Leistungsdichte ist, zeigte sich dann in spannenden, auch taktisch interessanten Duellen. Jennifer bekam am Ende für gut vorbereitete und dann kompromisslos durchgezogene Aktionen den Technikerpreis zuerkannt. Den Vereinsmeistertitel holte sie sich gleichwohl nicht, denn Leonie Karkoschka behielt gegen sie die Oberhand. Auch wenn die Paarungen zuweilen etwas ungleich „anmuteten“ – jeder gab einfach sein Bestes ohne zu  Murren. Und genau so muss auch die Einstellung eines Judoka sein. Mit spektakulären Würfen glänzte bei den Erwachsenen Christoph Hagenberger. Hier verletzte sich leider Tina Fredrich am Knie  - einziger Wermutstropfen bei einer ansonsten gelungenen Veranstaltung. Auch wenn sich vorab nur sehr wenige Helfer aus den Reihen der Eltern gemeldet hatten, ließen sich dann doch wieder viele vor Ort bereitwillig einspannen. Hinter dem Wettkampftisch hatten Jana Scharfenstein, Anka Koller und Pina Linser, die nicht kämpfen konnten, alles im Griff, während Genna Ciechocinski das Schreiben der Urkunden übernahm. Auch Wolfgang Rösch, Hubert Gerspacher  und Marc Hunzinger, die als Kampfrichter agierten, hatten mit der Leitung der ehrgeizig, aber stets fair geführten Kämpfe keine Probleme. Nachdem auch der aufwändige Abbau – vom Vortag war die gesamte Halle noch mit Schutzbahnen ausgelegt  - gegen 17 Uhr erledigt war, konnte das Team um Vorsitzenden Dennis Traut auf einen gelungenen Judotag anstoßen.       

 

Vereinsmeisterschaften am 20. November:

Gruppe I: 1. Jakob Jung, 2. Luca Becker, 3. David Awender; Gruppe II: 1. Philipp Linser, 2. Justin Förster, 3. Patrick Förster und Benjamin Auer, 5. Eric Piper; Gruppe III: 1. Fabienne Läufer, 2. Isabella Frank, 3. Ellen Gerspacher und Emma Gadesmann, 5. Amelie Auer; Gruppe IV: 1. Leonie Karkoschka, 2. Jennifer Piper, 3. Annabel Sigmund und Hannah Pfahler; Gruppe V: 1. Kyra Ciechocinski, 2. Lena Riegert, 3. Larissa Piper; Gruppe VI: 1. Florian Sigmund, 2. Luca Schwiening, 3. Sebastian Kromer; Gruppe VII: 1. Christoph Hagenberger, 2. Sebastian Sturm,

  1. Tina Fredrich

In Anfängergruppen (ohne Platzierungen) kämpften ihr erstes Turnier: Mia Schneider, Aysel Donner, Franziska Bühler, Simon Wißmann, Amelie Schmidt, Max Schneider und Lukas Weiß

Technikerpreis: Jennifer Piper