Stark in eigener Halle

Vergangenen Samstag richtete der JC die Bezirksmeisterschaften der U15 aus – mit guten Ergebnissen!

 

Nach der Badischen Mannschaftsmeisterschaft der U15 richtete der Judo-Club Efringen-Kirchen am Samstag, 24. September, mit der Südbadischen Einzelmeisterschaft bereits das zweite große Turnier in diesem Jahr aus. Gab es bei der Badischen im April den Titel bei den Mädchen zu bejubeln, so stand am Samstag bei den Einzelwettkämpfen auf südbadischer Ebene keine Lokalmatadorin ganz oben auf dem Treppchen. Dennoch überzeugten unsere Mädchen (bei den Jungs hatten wir keinen Starter, da Luca Schwiening beim DJB Juniorteam weilte und für die Badischen gesetzt wurde) voll.  Am Ende hatten alle zumindest eine ausgeglichene Bilanz, die meisten hatten mehr Siege als Niederlagen vorzuweisen. Folgerichtig qualifizierten sich alle für die Badischen Titelkämpfe am 1. Oktober in Tiengen. Insgesamt waren 65 Jungs und 50 Mädchen am Start. 

In der Klasse bis 40 Kilo traf Ellen Gerspacher, die dieses Gewichtslimit gehalten hatte, auf starke Konkurrenz, der sie stark Paroli bot. Immer wieder ließ sie ihre Gegnerinnen ins Leere laufen und griff dann selbst mit einer Eindrehtechnik an. Die Ansätze waren hervorragend, wenn sie sich noch mehr zugetraut hätte, wäre noch mehr möglich. Am Ende konnten die Trainer Tina Hauert, Mathilde Köstler und Hubert Gerspacher einen dritten Rang bejubeln.

Ruhig, aber dennoch selbstbewusst, trat Fabienne Läufer in der Kategorie bis 44 Kilo auf die Matte. In allen vier Kämpfen deutete sie ihr großes Potenzial an: Zwei Kämpfe beendete sie vorzeitig als Siegerin, wobei O-goshi und Tani-otoshi ihre Erfolgstechniken waren. Zweimal verlor sie knapp. Am Ende strahlte auch Fabienne, die dem jüngsten von drei U15-Jahrgängen angehört, über Bronze.

In der Klasse bis 48 Kilo waren mit Isabella FrankLeonie Karkoschka und Annabel Sigmund gleich drei Efringen-Kirchenerinnen am Start. Und alle drei marschierten ins Halbfinale: Leonie und Annabel nach zwei souveränen Siegen mit Ippon als Gewinnerinnen ihres Pools, Isabella als Poolzweite. Herausragend war dabei der rasante, links angesetzte Eindreher, mit dem Annabel die starke Lörracherin Diana Schön von den Beinen holte. Während Leonie ihr Halbfinale gegen Anna Heinrich aus Freiburg knapp verlor, schaffte Annabel den Einzug ins Finale durch einen Sieg gegen Isabella, den sie mit einem Tani-otoshi, für den es Ippon gab,  erkämpfte. Leonie und Isabella waren damit automatisch Dritte. Im spannenden Finale zwischen Annabel und Anna Heinrich behielt die Freiburgerin die Oberhand. Bis kurz vor Schluss lag Annabel mit einem Shido, den ihre Gegnerin für Passivität bekommen hatte, vorn, dann geriet sie aber in einen Haltegriff. Im Poolkampf hatte Annabel ihre Kontrahentin aus Freiburg noch bezwungen, weshalb sie sich zunächst über die Finalniederlage ärgerte. Die Verärgerung wich aber schnell der Freude über Silber. 

Die Klasse bis 52 Kilo war ebenfalls sehr stark besetzt. Hier starteten Hannah Pfahler und Jennifer Piperunterschiedlich ins Turnier: Während Hannah ihren Auftaktkampf nach starker Gegenwehr verlor, dominierte Jennifer ihre Gegnerin, die ihr vor allem am Boden nicht gewachsen war. Folglich gewann Jennifer mit Haltegriff. Eine Unachtsamkeit im Kampf gegen die spätere Siegerin Lea Koch (Villingen) kostete sie dann den Einzug ins Finale. Im Kampf um Rang drei traf Jennifer auf Hannah, die sich mit zwei Siegen durch die Trostrunde gekämpft hatte. Den Bronzekampf entschied schließlich Jennifer für sich.

Enormen Biss zeigten Lena Riegert und Anka Koller in der am stärksten besetzten Kategorie bis 57 Kilo.  Lena zermürbte ihre erste Gegnerin regelrecht mit ständigen Attacken. Die Blaugurtträgerin sah immer passiver aus und bekam auch einen Shido.  Mit einem Feger hatte Lena schließlich Erfolg. Nach dieser Technik konnte sie ihre Gegnerin in einen Haltegriff nehmen, den sie zwar nicht über die volle Zeit halten konnte, der ihr aber einen Waza-ari einbrachte, der für den Sieg reichte.  Nichts schenkten sich dann Lena und ihre Haltinger Kollegin Mara Schierhuber im nächsten Kampf. Beide setzten auf ihre körperliche Stärke und versuchten, die Kontrahentin in einen Wurf zu zwingen. Das bessere Ende für sich hatte die Haltingerin. Lena war  nach diesem Kampf gehandicapt, so dass sie das kleine Finale gegen ihre Vereinskameradin Anka Koller verlor, die somit Dritte wurde. Anka kämpfte super, hätte sogar den ersten Kampf gegen die Seriensiegerin Marie Biller (Überlingen) gewinnen können, wenn sie ihren Tani-otoshi kompromisslos durchgezogen hätte. Das  tat sie dann gegen ihre erste Trostrundengegnerin. Diesem Sieg ließ sie einen zweiten folgen, der nicht minder spektakulär war. Im Schwergewicht  hatte Jana Scharfenstein Pech, die sich nach einem Sieg mit Ippon gegen Victoria Maier (Lörrach) im zweiten Kampf gegen Esra Yazic (Donaueschingen) leider verletzte, so dass sie  eine Niederlage hinnehmen und sich am Ende mit Silber zufriedengeben musste.

Sehr zufrieden war am Ende auch Vorsitzender Dennis Traut, der hinter den Kulissen auf die tatkräftige Unterstützung der erwachsenen Judoka, älterer Jugendlicher und zahlreicher Eltern zählen konnte.

Südbadische EM U15 am 24. 9. In Efringen-Kirchen:

2.Plätze: Annabel Sigmund (-48), Jana Scharfenstein (+63)

3.Plätze: Ellen Gerspacher (-40), Fabienne Läufer (-44), Isabella Frank (bis 48), Leonie Karkoschka (-48),Jennifer Piper (-52), Anka Koller (-57)

5.Plätze: Hannah Pfahler (-52), Lena Riegert (-57)