Internationale Judo-Freundschaften und eine Goldmedaille

Unser Luca kämpfte auf Malta und holte die Goldmedaille!

In den Osterferien, vom 18. bis zum 28. März, trafen sich in Malta 70 Jugendliche im Alter von 13 bis 24 Jahren aus acht Nationen, um sich im Rahmen des Projektes „Change 4 Life through sports“ der Europäischen Judo Union über die Werte des Judosportes auszutauschen und gemeinsam zu trainieren. Zu den acht deutschen Judoka gehörte auch Luca Schwiening aus unserem Verein, der gleichzeitig der jüngste Teilnehmer des Camps war. Mit dem Juniorteam des DJB war Luca zuvor bereits  beim Grand Prix in Düsseldorf, wo er unter anderem in die Rolle des Maskottchens schlüpfen durfte. In Malta standen nicht nur gemeinsame Trainings, sondern auch viele Freizeitunternehmungen auf dem Programm. So durften sich die Judoka im Bogenschießen oder im Modern Dance versuchen. Auch heiß umkämpfte Basketballpartien gab es. Luca fühlte sich sowohl in der deutschen Gruppe, als auch insgesamt bestens aufgenommen und kam dank seiner Offenheit und Aufgeschlossenheit super zurecht. Bei einer internationalen Diskussionsrunde ging es um die unterschiedlichen Sportstrukturen und Trainingsbedingungen in den einzelnen Ländern. Gemeinsam erarbeitete man Vorschläge für Verbesserungen, die dann auch in der Gruppe präsentiert wurden. Beeindruckend waren auch die Exkursionen in der Hauptstadt Valetta, aber auch nach Mdina und Mosta, wo man tief in die maltesische Kultur eintauchen und unter andrem eine prächtige Prozession erleben konnte. Breiten Raum nahm auch das Thema Inklusion ein. Unter anderem trainierten die Judoka im „Inspire Center“ in Valetta gemeinsam mit Sportlern mit Handicap. Dabei lernten  sie auch Julian Bajada kennen, einen Schwimmer, dem der rechte Unterarm fehlt und der sich als einer der wenigen Sportler Maltas für die Paralympics qualifizieren konnte. Die Judoka lernten ihn als starke Persönlichkeit kennen, der den sportlichen Wahlspruch, dass man nie aufgeben darf, auch zu seinem allgemeinen Lebensmotto gemacht hat. Maltesischen Kindern, die erstmals auf einer Judomatte standen, durften die Teilnehmer erste Grundlagen des Mattensportes vermitteln. Der sportliche Höhepunkt war die Teilnahme an den Malta Open, einem internationalen Turnier. Natürlich ließ Luca sich die Chance, sich international zu messen, nicht entgehen. Dabei kam ihm als gutem Techniker zu Gute, dass im Jugendbereich auf Kumikata (Griffkampf) verzichtet wurde und die Kontrahenten vom Kampfrichter in der Mattenmitte zusammengeführt wurden. Den dabei eingenommenen Griff musste man beibehalten. Luca konnte sich damit voll auf seine Techniken konzentrieren, die auch bestens kamen. So konnte er alle seine Gegner nach nur wenigen Sekunden mit Ippon werfen und den Sieg  einfahren! Aber nicht nur wegen dieses Erfolges wird dieses spannende Judo-Ferienlager noch lange bei Luca nachwirken, der mit dem DJB Juniorteam noch weitere Judoabenteuer erleben möchte.