Nage no Kata

投の形 ( Form der Werfens )

Sie wurde als erste Kata von Jigoro Kano im Jahre 1887 im Kodokan entwickelte und gehört zusammen mit der Katame no Kata (und je nach Darstellungsart noch der Gonosen no Kata) zur Gruppe der Randori-no-Kata.

Die Nage no Kata vermittelt die grundlegenden Wurfprinzipien des Judo. Die Nage-no-kata besteht aus 5 Wurfgruppen mit jeweils 3 Würfen, die genau in dieser Reihenfolge, jeweils zuerst rechts und danach links, ausgeführt werden. Einzige Ausnahme stellt Uki-Goshi da, der zuerst links und dann rechts geworfen wird. Am Ende des Artikels, haben wir ein Video verlinkt.

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Katame no Kata

固の形 ( Form der Kontrolle/Bodentechniken )

Die Katame No Kata bildet mit der Nage no Kata (und auch je nach Betrachtungsweise auch Gonosen no Kata) zusammen die Randori no Kata. Mit der Katame no Kata werden die grundlegenden Prinzipien des Bodenkampfes vermittelt.

Die Katame no Kata dokumentiert den Übergang von Jiu Jistu zu Judo im Bereich der Haltegriffe, Würger und Hebeltechniken. So Kano z.B. Ude hishigi hiza gatame und Ashi garami, zu Zeiten der Jiu Jistu Kämpfe sehr beliebte und erfolgreich angewendete Techniken, in Erinnerung an seine Meister in diese Kata aufgenommen. Die Kata enthält einen grundlegenden und repräsentativen Technikquerschnitt (Modellcharakter der Kata) aus den Gruppen der Grifftechniken. Am Ende des Artikels haben wir Videos dazu verlinkt.

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Gonosen No Kata

(Form der Konterwürfe)

Die Gonosen no Kata ist die Kata der fundamentalen Gegenwehr des stehenden Judo (Tachi Waza). In Japan wird sie nur an einigen Schulen studiert und praktiziert und ist die besonders charakteristische Kata der Waseda Universität. Sie wurde ungefähr 1917 von Meistern dieser Universität entwickelt und wird ohne Zweifel in Europa, besonders in Frankreich (hier wurde sie durch Kawaishi verbreitet) mehr praktiziert als in Japan selbst. Ein Video dieser Kata haben wir am Ende des Artikels verlinkt.

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Kodokan Goshin jitsu

(Form der neuen Selbstverteidigungstechniken)

Diese Kata wurde 1956 von einer Arbeitsgruppe des Kodokan entwickelt und enthält Verteidigungs (goshin) - Techniken (jitsu) gegen Angriffe mit und ohne Waffen.

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Ju no Kata

柔の形 (Form des Nachgebens od. der Geschmeidigkeit)

Jigoro Kano stellte im Jahr 1887 die Ju no Kata als Kodokan-Kata vor. Er entwarf die geschmeidigen, fließenden Bewegungsabläufe, um die Grundlagen von Angriff und Verteidigung zu lehren.

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Kime no Kata

極の形 (Form der Selbstverteidigung)

Kata der Entscheidung, Tori erwartet den Angriff von Uke gelassen und scheinbar entspannt. Ukes Angriff soll heftig erfolgen, Atemi- (Schlag-) Techniken werden von Kiai (Kampfschrei) begleitet. Tori beantwortet Ukes Angriff entschlossen und mit vollem Einsatz.

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Itsutsu no Kata

五の形 (Form der 5 Symbole od. Naturgesetze)

Die Itsutsu no Kata wurde 1887 von Jigoro Kano als die höchste Form der Kata entwickelt. Es bedarf grossem Verständnis der Judo Theorie und man muss die Prinzipien, welche in anderen Kata enthalten sind, vollständig verinnerlicht haben. Die 5 symbolischen Bewegungen repräsentieren die Ethik des Judo. Inspiriert von den Formen der Natur, strebte Kano einen Weg an, die Kräfte der Natur durch Judo auszudrücken. Die Namen der Techniken wurden nicht von Kano vergeben, weshalb diese Kata manchmal „die unvollendete Kata“ genannt wird.

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Koshiki no Kata

古式の形 (Form der antiken Techniken)

Diese Kata stammt direkt aus der Kito-Ryu ("Schule des Steigens und Fallens"), die Jigoro Kano in seiner Jugend besucht hatte. Kano fand diese Kata erhaltenswert und übernahm sie in sein neues Judo. Sie erinnert als Bindeglied an die alten Techniken des Jiu-Jitsu und verdeutlicht bei ihrer Ausführung, wie man die Kraft des gegnerischen Angriffs zum eigenen Vorteil nutzt. Die Techniken der Kata wirken für heutige Verhältnisse teilweise ungewöhnlich, da sie für Samurai gedacht waren, die sie in vollständiger Rüstung ausführten.

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Seiryoku Zenyo Kokumin Tai Iku no Kata

Dieser Artikel wurde von Sensei Tom Herold geschrieben.

Diese von KANO Jigoro geschaffene Kata ist eine der interessantesten Formen des Kodokan Judo. In ihr finden sich viele Bewegungen, die hervorragend geeignet sind, die Essenz des Kodokan Judo zu illustrieren. Die korrekte Übersetzung des Namens Seiryoku Zenyo Kokumin Tai Iku lautet: System der nationalen Erziehung gemäß dem Prinzip der maximalen Wirkung durch perfektes Ausnutzen der Energie.

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